Melde! Mail-de? De-Mail?? Dement!!

Falls ihr noch nicht von De-Mail gehört habt: Es gibt einen Vorschlag, die Kommunikation mit Behörden zu vereinfachen. Statt Briefe mit rechtsgültigen Unterschriften, soll man in Zukunft auch De-Mails schicken können. Die ersten Anbieter haben nun ihre Zulassung bekommen.

Mein Aufruf an alle: Nicht nutzen!

Das System verspricht Vertraulichkeit, die aber technisch nicht durchgehend gewährleistetet ist. Mag sein, dass es praktischer ist als Briefe, aber die Kosten sind meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.

Und wieder fragt man sich: Wenn eine neue Technik beworben wird, warum wird immer gesagt, es sei besser als nichts? Warum tritt es nicht gegen die beste verfügbare Technologie an?

Hinter feindlichen Linien

Das war das Motto des 28. Chaos Communication Congress zwischen den Jahren. Da gab es einige interessante Vorträge, deren Aufzeichnungen man sich immer noch anschauen kann.

Einige besonders eindrucksvolle waren

  • Cory Doctorow: The coming war on general computation

über allgemeine Computer und deren Kastration zur Gewinn-Maximierung

über Werbung im Internet

  • Alexander Müller und Montserrat Graupenschläger: Politik hacken – Kleine Anleitung zur Nutzung von Sicherheitslücken gesellschaftlicher und politischer Kommunikation

besonders lustig

Die Vorträge sind per Torrent zu haben, oder einfach bei einem geeigneten Video-Dienst suchen. Einen Fahrplan über alle Vorträge gibt es auch.

Querverweise

Die Welt der Blogs hat ein paar Probleme. Die Probleme sind aber größtenteils gelöst. Man muss nur die Lösung kennen!

Wenn ich nun meinen Mitblogger Ande in seinem neuen Thinkarium in der Welt der Blogs begrüßen möchte, kann ich das einfach als Kommentar auf seinem Blog hinterlegen. Dann liest das aber nur er. Wenn ich einen Artikel in meinem Blog schreibe, lesen das nur meine Leser, Ande braucht einen Extra-Verweis auf die Begrüßung. Wenn noch jemand ihn begüßen möchte, muss er sich entscheiden das bei mir oder bei Ande tut, der jeweils andere bekommt es nicht mit.

Was hier am Beispiel einer Begrüßung skizziert wurde, kann auch eine inhaltliche Auseinandersetzung sein. Damit immer der ursprüngliche Autor Kommentare auf seine Ideen zurückbekommt, auch wenn die Antworten über mehrere andere Blogs gehen, wurde Trackback erfunden. Im normalfall gibt es eine Trackback-Funktion in jeder guten Blog-Software. Dort kann man bei Verfassen eines neuen Artikels die  Trackback-URL des Original-Artikels eingeben, sodass der Original-Autor über einen neuen Beitrag zur Diskussion benachrichtigt werden kann. Wenn nun jemand einen Trackback auf meinen Artikel hinterlässt, müsste auch der Original-Autor einen Trackback erhalten. Soweit die Theorie. Ausprobiert habe ich das persönlich über mehrere Stufen noch nicht, wird aber langsam mal Zeit!

Blogs, die auf WordPress gehostet sind erhalten automatisch ein Pingback (ein etwas erweitertes Trackback) wenn man von einem anderen WordPress.com-Blog auf sie verlinkt. Für alle anderen sollte man in seinem Artikeln immer auch eine Trackback-URL angeben.

Alles klar, oder was?