Alles Neu. 5. Eigene Domain

Seit dem Neustart ist dieses Blog nicht nur auf einem eigenen Webspace mit eigenem SSL-Zertifikat – auch auf einer eigenen, selbstverwalteten Domain.  Was ist eine Domain, und warum kann man die besitzen?  Was mus man daran verwalten?

Die Domain dieses Blogs ist ctrnx.de.

Das ist im wesentlichen ein für Menschen lesbarer und merkbarer Name für einen Computer. Die eigentliche Adresse (oder der Name) dieses Computers ist 95.143.172.202 (nach Internet-Protokoll v4) bzw. 2001:1a50:11:0:5f:8f:acca:a (nach Internet-Protokoll v6). Man merkt schnell, dass man sich IP-Adressen nicht merken möchte. Aber damit Computer miteinander kommunizieren können braucht man diese. Die Übersetzung oder Auflösung von Domain-Namen in IP-Adressen ist die Aufgabe des Domain Name Systems, wie bei einer Telefonauskunft.

Nun hat das DNS noch viel mehr Möglichkeiten und Fähigkeiten, als eine Telefonauskunft – im DNS kann man Informationen über bereitgestellte Dienste veröffentlichen und verschiedene Zieladressen (oder Ports) für verschiedene Protokolle definieren (z.B. HTTPS, SMTP/IMAP, XMPP). Neuere Entwicklungen wollen auch eine Zertifikats-Verwaltung ins DNS einbauen als Alternative für die TLS-Zertifizierungsstellen.

Letztere Möglichkeiten nutze ich noch nicht (mein DNS-Registrar hat das noch nicht aktiviert) – aber vielleicht kommt das ja noch.

Gemäß dem Gesetz der Fünf ist die Übersicht über den Neustart hiermit abgeschlossen.

Gib mir mehr Adressen!

Bei den UbuntuUsers gibt es einen schönen Artikel über die Version 6 des Internet-Protokolls, kurz IPv6. Die Information dort ist nicht auf Ubuntu oder Linux beschränkt, sondern gilt so für alle an das Internet angebundenen Computer, egal welches Betriebssystem sie benutzen. Falls ihr noch nicht so richtig verstanden habt, was die Unterschiede zwischen dem aktuellen IPv4 und dem kommenden IPv6 sind: unbedingt lesen!

Endlich abschalten!

Nein, nicht die Atom-Kraftwerke. Die sind doch schon Schnee von gestern.

Ich meine dieses verdammte Internet. Das Internet ist der Teufel. Da sind überall Verbrecher, Piraten und Betrüger unterwegs, machen sogar ihr eigenes Geld! Die muss man alle vor Gericht stellen oder gleich erschießen. Wenn das nicht bald passiert, können unsere Politiker uns nicht mehr vor den revoltierenden Horden retten.

P.S.: Ich bitte alle medienkompetenten Leser an geeigneter Stelle einen <ironie>- bzw. <sarkasmus>- Marker zu setzen.

Digitale Evolution

Die ganze Sache mit dem Internet erscheint mir momentan so ein Bisschen so, wie die nächste Entwicklungsstufe der menschlichen Zivilisation. Ob in der arabischen Welt, in den GUS-Staaten, in den ehemaligen Entwicklungsländern oder bei uns – alles ändert sich irgendwie rasend.

Im Rahmen der re:publica XI wurde der neue Verein Digitale Gesellschaft vorgestellt. Auf der Homepage steht, der Verein will eine „kampagnenorientierte Initiative für eine bürgerrechts- und verbraucherfreundliche Netzpolitik“ schaffen. Mich interessieren vor allem Open Data, Umgestaltung des Urheberrechts und Netzneutralität, für die der Verein eintritt.

Unter den weiteren Themen ist auch Datenschutz. Das mit dem Datenschutz ist echt so eine Sache. Dass Daten wirklich wichtig sind, merken nicht nur die Wissenschaft, die Wirtschaft, sondern auch staatliche Stellen. Es gibt auch Leute, die sich sehr für Datenschutz einsetzen. Was mir an dieser ganzen Datenschutz-Diskussion nicht gefällt: Datenschutz heißt bei jedem was anderes. Und alle reden an einander vorbei. Manchmal will ich auch nur selbst bestimmen, dass jemand alle meine Daten haben kann. Manchmal will ich das eben nicht. Bin ich jetzt ein Datenschützer?

Informationelle Selbstbestimmung benannte das Bundesverfassungsgericht dieses Prinzip einst. Das klingt doch viel cooler, als Datenschutz!

Mal schauen, was sich da in der nächsten Zeit noch entwickeln wird. Ich werde nicht so schnell aus dem Internet verschwinden.